Politik

Dresden: Mehr als nur eine Großdemonstration

Rund Zehntausend waren es, die am Samstag in Dresden demonstrierten. Und das obwohl relativ früh klar war, dass die Nazis wohl nicht kommen. Das war ein Signal. Die Antifaschist_innen wollten auf jeden Fall auf Nummer sicher gehen. Darüber hinaus entstand eine derartige Sensibilität gegenüber den sächsischen Zuständen, durch die es unwahrscheinlich erscheint, dass die hiesige Landesregierung ihren Kurs so weiter fortsetzen kann. Dresden ist einer der größten Erfolge der linksradikalen Bewegung seit Jahren. Denn in Dresden gab es mehr als nur ein Stelldichein der üblichen Verdächtigen… Weiter lesen

Politik

Ruppi und die sogenannte „Nationale Solidarität”

Robert Rupprecht, Foto aus dem AIB #93, 2011

In einem Artikel auf dem neonazistischen Portal Altermedia vom 09. Februar 2012 wird mit dem frühreren Mitstreiter Robert Rupprecht eine alte Rechnung beglichen. Rupprecht befindet sich derzeit in Haft nachdem er im Herbst letzten Jahres vor dem Rostocker Landgericht wegen verschiedener Artikel auf Altermedia Deutschland verurteilt wurde. Die alten Kameraden aus Stralsund treten nun nach. Rupprecht soll angesichts einer drohenden Verurteilung Tatvorwürfe gegen ihn auf andere Mitglieder der Kameradschaft abgewälzt haben, deren Anführer er lange Zeit gewesen ist. Dies zeigt, dass es in Neonazikreisen mit der sogenannten nationalen Solidarität nicht sehr weit her ist, zumal Rupprecht nicht zum ersten Mal einen seiner Kameraden verheizte, um einer Strafe zu entgehen.

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Politik

Dresden, 13. Februar 2012: Ihr Scheitern setzt sich fort…

Rund 24 Stunden waren wir mit zwei Bussen unterwegs. Doch es hat sich gelohnt. Während die Nazis in einschlägigen Foren begonnen haben, sich ihre Wunden zu lecken und mit gegenseitigen Vorwürfen zu belegen, können alle anderen Beteiligten zufrieden sein. In der sächsischen Landeshauptstadt atmet man hingegen auf. Die von Teilen der Medien und nicht zuletzt der Polizei geschürten Befürchtungen, dass es zu ähnlichen Ausschreitungen wie am 19. Februar 2011 stellten sich als haltlos heraus. Doch dies war keine Überraschung und erst Recht nicht das Ergebnis einer aufgrund der Ereignissen im Vorjahr veränderten Polizeistrategie.
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Politik

Kein Bock auf ACTA, Gema, Kraken und Nazis!

In den vergangenen Wochen entfaltete sich eine große öffentliche Debatte um das ACTA-Handelsabkommen. Eindrucksvolle Proteste in Europa haben die Regierungen der Länder Polen, Slowakei, Tschechien und Deutschland bereits dazu bewogen die Ratifizierung vorerst aufzuschieben. Und wieder einmal versuchen auch die Nazis sich in diese entstehende Protestbewegung einzumischen. Weiter lesen

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Und was machst du am 13./18. Februar?

Nachdem im vergangenen Februar antifaschistische Massenblockaden erneut den vermeintlichen “Gedenkmarsch” anlässlich der alliierten Bombardierung Dresdens 1945 erfolgreich verhindern konnten, scheint der Großaufmarsch in diesem Jahr gar nicht erst statt zu finden. Dennoch mobilisieren auch in Mecklenburg-Vorpommern Antifaschist_innen in diesem Jahr nach Dresden und zwar nicht nur zum Wochenende, an welchem sich bisher mehr als 20.000 Menschen an Massenblockaden beteiligten, sondern auch zum kommenden Montag, um den traditionellen “Gedenkmarsch” unmöglich zu machen. Kombinat Fortschritt sprach mit Sebastian aus der lokalen Vorbereitungsgruppe, ob sich eine Fahrt in das Bundesland mit dem besonderen Verhältnis zum “Totalitarismus” lohnt und was die kommende Woche dessen Landeshauptstadt bringen wird. Weiter lesen

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Ein Diskussionsbeitrag des Antisexistischen Bündnis Rostock zum Streit mit Systemausfall.org

Kombinat Fortschritt ist nicht nur eure liebste Nachrichten-Website sondern auch Diskussionsplattform von und für die Szene. Wir haben nämlich auch keinen Bock alles selbst zu schreiben. Um euch das Debattieren zu erleichtern, braucht ihr jetzt nicht mehr in die entlegendsten Blogs der dunkelsten Ecken des Webs zu krauchen, sondern könnt das auch gleich hier bei uns tun. Den “Anfang” wird dabei der Folgende Beitrag des Antisexistischen Bündnis Rostock machen, der uns zugeschickt wurde und hiermit zur Diskussion freigegeben wird.

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Kleiner Hinweis – Busticketverkauf in Rostock

Am kommenden Montag, den 6. Februar, findet im Cafe Median in Rostock ein Vortrag mit dem Thema ‘Die neuen Kreistage und die neuen Nazis’ statt.
Um noch eine zusätzliche Möglichkeit zu schaffen Tickets nach Dresden zu erwerben, wird es möglich sein bei der Veranstaltung welche zu erwerben.

Dresden ist noch nicht gegessen, es gilt den Nazis auch noch den 13. Februar streitig zu machen und am 18. der sächsischen Landesregierung zu zeigen, was wir von ihrer Art der ‘Demokratie’ und den Repressionen gegen uns halten! Also, hoch die Hintern, raus ins Kalte und Tickets holen!


Politik

Strahlende Zukunft für Rostock?

Am 25. Januar fand im Rostocker Einkaufszentrum KTC eine Podiumsdiskussion der Kandidaten zur Rostocker Oberbürgermeisterwahl statt. Der Amtsinhaber Roland Methling, aus dem Publikum mit der Frage zu den Atomtransporte durch das Stadtgebiet und über den Rostocker Hafen konfrontiert, äußerte sich wie folgt: „ …Atomtransporte durch die Hansestadt Rostock hat es bislang nicht gegeben… “ Das dies eine mehr als dreiste Behauptung darstellt, dürften vielen Menschen gerade wegen des letzten Castortransport nach Lubmin und auch wegen der immer wieder kritisierten „Hafen-Atomtransporte“ klar sein.

Via: “Lubmin niX da”

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Politik

Die Überwacher überwachen – Teil 2: Gesichtserkennung

Nachdem wir im vorangegangenen Teil eher in der Vergangenheit herum gestiefelt sind und uns mit der Überwachung der Linken-Abgeordneten auseinandergesetzt haben, wollen wir heute – straight forward – in die Zukunft gucken und uns mit der Anwendung einer eher futuristisch anmutenden Technologie befassen – der Gesichtserkennungssoftware.

Gleichzeitig verlassen wir damit das Gebiet der Nachrichtendienste und wenden uns eher einer Domäne der Polizei zu. Nach den Ausschreitungen während des letzten Fußballspiels des FC St. Pauli gegen den FC Hansa Rostock im Ostseestadion, bei denen Pyrotechnik in den Gästeblock geworfen wurde, kam es zu der ritualisierten öffentlichen Debatte in den Lokalmedien über die Sicherheit in Fußballstadien. Neu war dieses Mal jedoch, dass der amtierende Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns die Gelegenheit nutzte um sein neues Vorhaben, die Etablierung von Gesichtserkennungskameras im Ostseestadion, zu präsentieren. Weiter lesen

Politik

“Fang des Monats”

via MVnazifrei

Noch weniger als vierzehn Tage, dann wollen wieder Nazis in Dresden am 13. und 18. Februar aufmarschieren. Zweimal schon haben wir gemeinsam dorthin eine Reise unternommen und mit euch und vielen Anderen den Aufmarsch der Nazis erfolgreich verhindert.
Auch in diesem Jahr mobilisieren wir zu Massenblockaden und Protestaktionen. Auf den Informationsveranstaltungen in Greifswald, Neubrandenburg und Rostock wollen wir euch über den aktuellen Stand informieren und euch auch die Möglichkeit geben den „Fang des Monats“ zu ergattern.

via MV Nazifrei! Mehr Termine gibt es hier.

Kultur

„Do what you want“

Das allwöchentliche Schauspiel der, sich zum 4/4-Takt auf Parkplätzen von Tankstellen treffenden, „Bassrollen-Überboxen-Kofferraumdisko-Tuningtreffen“ dürften viele in MV schon mal beobachtet haben. Doch ein wummerndes Gefährt in Form eines Kinderwagens plus der dazugehörigen maskierten Meute, welche dann auch noch Schilder mit Forderungen wie „Nazis wegbassen“ zum Takt der Musik in die Höhe strecken, ist ein Phänomen, welches bisher nur im vorpommerischen Greifswald öfter zu beobachten war. KomFort sprach mit dem DJ-Duo „verschnibbt & zugenäht“ über das Leben zwischen Plattenteller und Agrarland.

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Politik

Magdeburg: „Proteste haben an Stärke gewonnen”

Der erste Naziaufmarsch in der Wintersaison ist durch. Rund 1200 Nazis zogen durch Teile der Magdeburger Innenstadt. Der Demonstrationszug kam dabei an einigen Stellen wegen Blockaden zum Stehen. Auch gelang es Antifaschisten direkt an der Route ihren Unmut kundzutun. Kombinat-Fortschritt sprach mit einem Vertreter von Entschlossen-Handeln über den 14. Januar 2012.

 

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Politik

Rostock: Video zur Solidemo nach Buttersäureanschlag

Am 25. Januar gingen mehr als 400 Menschen unter dem Motto „Das Viertel ist sich einig – gemeinsam gegen Nazigewalt“ auf die Straße um ihre Solidarität mit den Projekthäusern des Awiro e.V. zu zeigen. Auf diese wurde in der Nacht zum Montag den 23.01.2012 ein Buttersäureanschlag verübt.

Das medien kollektiv manfred hat hierzu einen Videobeitrag verfasst.

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Politik

Die Überwacher überwachen – Teil 1: Postkontrolle

In diesen Tagen ist eine erneute Debatte über die Methoden des Verfassungsschutz und anderer deutscher Nachrichtendienste entbrannt. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stehen zur Zeit 27 Abgeordnete der Bundestagsfraktion der Linkspartei, sowie 11 Landtagsabgeordnete, zu denen im übrigen auch der Rostocker Bundestagsabgeordnete Steffen Bockhahn zählt. Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass sie vom Bundesamt für Verfassungsschutz sowie den dazugehörigen Landesbehörden überwacht werden. Ein Kommentar in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung taz legt nahe, dass die Nachricht über die Observationsmaßnahmen eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen sei und der dazugehörige Bundesinnenminister entsprechend ungehalten über die aktuelle Diskussion ist [1] .

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  1. „Innenminister Friedrich, ein hilfloser Kalter Krieger“ – Seite 1, der „taz“ vom 26. Januar 2012 []
Politik

Nach Buttersäureangriff – Knapp 400 auf Antifademo

Knapp 400 Leute versammelten sich heute zunächst am Universitätsplatz in der Rostocker Innenstadt. Nach zwei Redebeiträgen, die den Buttersäureanschlag vom Montag und darüber hinaus die andauernde Nazigewalt in MV thematisierten,  ging es gemeinsam Richtung Kröpeliner Tor Vorstadt (KTV). Bei der Doberaner Straße / Ecke Budapester Straße wurde eine Zwischenkundgebung abgehalten, in der auf den ehemaligen Naziladen East Coast Corner eingegangen wurde und an die produktive Zusammenarbeit aller Anwohner_innen des Viertels gegen die Nazis erinnerte. So hieß es in einem Redebeitrag, dass sich die Anwohner von all den martialischen Gesten und Drohungen der Nazis damals nicht einschüchtern ließen. Auf die Eröffnung des Ladens folgte eine intensive Welle des Protests, die durch eine seltene Vielfalt der Mittel gekennzeichnet war. Kreative Aktionen, breit angelegte Demonstrationen, spontane Wutausbrüche und zahlreiche Demontageversuche waren die Folge. Ob autonomer Antifaschist, Fußballfan oder Studentin, das Viertel war sich einig.

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